Berufliches Gymnasium Wirtschaft

Das Berufliche Gymnasium Wirtschaft ist eine Form der gymnasialen Oberstufe, die zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur) führt. Es baut auf den in der Sekundarstufe I erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf und vertieft und erweitert die Allgemeinbildung. Darüber hinaus erhalten die Schülerinnen und Schüler Unterricht in berufsbezogenen Profilfächern (Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen–Controlling, Volkswirtschaft, Informationsverarbeitung sowie Praxis der Unternehmung). Es wird eine allgemein bildende und eine wirtschaftliche Handlungskompetenz aufgebaut.

Ab dem Schuljahr 2019/2020 werden alle Klassen der Einführungsphase (11. Klasse) Tabletklassen. Weiterhin arbeiten alle Schülerinnen und Schüler nach dem COOL-Konzept. »COOL« steht für cooperatives und offenes Lernen und ist ein pädagogisches Schul- und Unterrichtsentwicklungskonzept.

Fragen und Antworten zum Tableteinsatz im Unterricht

Warum Tabletklassen?
Medienkompetenz hat in der heutigen Zeit des immer schnelleren technologischen Fortschritts eine ähnliche Bedeutung wie Lesen, Schreiben und Rechnen.

Sie ist Voraussetzung für die Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft sowie an demokratischen Prozessen der Meinungsbildung. Digitale Medien helfen bei der Vermittlung traditioneller schulischer Inhalte und erlangen aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung der Lebens-, Berufs- und Arbeitswelt auch als solche immer weitreichendere Bedeutung für den Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler müssen Kompetenzen ausbilden, um die Potenziale dieser Entwicklung zu nutzen und gleichzeitig damit einhergehenden Herausforderungen und Gefahren zu begegnen. Tabletklassen ermöglichen die strukturelle und zielgerichtete Entwicklung und Förderung beruflicher Medienkompetenzen, um unsere Schülerinnen und Schüler auf die heutigen und zukünftigen Anforderungen der beruflichen Arbeitswelt vorzubereiten. Darüber hinaus möchten wir noch stärker an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler anknüpfen, und sie auf diesem Wege noch stärker für das eigenständige Lernen motivieren.
Zugrunde gelegt wird die Aussage des Landes Niedersachsen zur Medienbildung:
„Medienkompetenz ist in der heutigen Zeit des immer schnelleren technologischen Fortschritts eine Schlüsselkompetenz wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Sie ist Voraussetzung für die Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft sowie an demokratischen Prozessen der Meinungsbildung.“ Dies wurde bereits 2012 von der Niedersächsischen Landesregierung festgestellt.
Das Hauptziel der Medienbildung ist, die Schüler und Schülerinnen zu befähigen, ein persönliches System von digitalen Lernressourcen zu entwickeln, welches Handeln, Problemlösung und gesellschaftliche Partizipation in Bezug auf digitale Medien ermöglicht.
Daraus wird für die BBS I Lüneburg abgeleitet, dass Schülerinnen und Schüler der BBS I im Einzelnen folgende Kompetenzen entwickeln:
• Geeignete Medien zielgerichtet auszuwählen und verantwortlich zu nutzen
• In digitalen Umgebungen zu kommunizieren und zu kooperieren
• Medienbeiträge zu gestalten und zu präsentieren
• Medienbeiträge zu verstehen und zu reflektieren
• Medieneinflüsse zu erkennen und aufzuarbeiten
• Sicher und verantwortungsbewusst in digitalen Umgebungen zu agieren
Warum ein iPad?
Damit dieser digitale Lernbegleiter mindestens fünf Jahre zuverlässig funktioniert, die täglichen Transporte in der Schultasche verträgt sowie auch noch nach Jahren eine ausreichende Akkuleistung hat, entfallen bestimmte sehr preiswerte Geräte. Damit das Gerät schnell einsatzbereit ist, muss es über ein schnelles Speichermedium und einen leistungsfähigen Prozessor verfügen. Notebooks, die diese Anforderungen erfüllen (Ultrabooks aus dem Businessbereich), verursachen hohe Anschaffungskosten. Damit bleiben nur noch Tablets guter Qualität als mögliche Arbeitsgeräte. Bei dieser Geräteklasse ist es zudem besonders einfach, Medien unterschiedlicher Art (Bild, Video und Audio) zu erstellen.
Da Lehrkräfte in mehreren Jahrgangsstufen unterrichten, sollte sichergestellt sein, dass Tablets der letzten vier bis fünf Jahre mit der gleichen Version des Betriebssystems betrieben werden können, damit Lehrkräfte und Schüler/innen in unterschiedlichen Jahrgängen die gleichen Oberflächen und Funktionen haben. Dies ist bei Android-Geräten, zumindest bis jetzt, nicht gegeben, bei iPads schon.
Welches iPad benötige ich?
Sie benötigen mindestens das Basismodell 2018 in der Größe 9,7 Zoll und einen Stift – entweder den Apple Pencil oder den Crayon von Logitec. Aktuellere und leistungsfähigere iPads sind natürlich möglich.
Ich habe bereits ein älteres iPad / ein anderes Tablet – kann ich das auch benutzten?
Da wir alle Geräte für den Unterricht und die Prüfungen in unser MDM-System (s. unten) aufnehmen, können wir leider keine anderen Geräte als die oben genannten iPad-Modelle zulassen.
Was kostet dieses iPad? Wo kann ich es beziehen?
Da wir alle Geräte für den Unterricht und die Prüfungen in unser MDM-System aufnehmen, ist es sehr vorteilhaft, wenn Sie die Geräte bei dem unten genannten Lieferanten beziehen. Dort werden die iPads bereits entsprechend kostenlos vorkonfiguriert.

Die Bestellfrist ist abgelaufen. Bitte beziehen Sie ein Gerät im Fachhandel.

Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Dieses Angebot ist nur unseren BG-Schüler*innen vorbehalten.

Bitte beachten Sie unbedingt unsere weiteren Hinweise unten.
Ich habe bereits ein iPad / Ich möchte mir das iPad woanders kaufen – kann ich es trotzdem im Unterricht einsetzen?
Natürlich können Sie auch iPads benutzen, die nicht von den genannten Anbietern stammen. Allerdings müssen wir dann diese noch manuell für unser MDM-System konfigurieren, wofür einmalig 35,00 € Bearbeitungsgebühr anfallen. Sollten Sie ein iPad mitbringen, das nicht von einem der oben genannten Händlern beschafft wurde, benachrichtigen Sie bitte Herrn Helling bis zum 19.07.2021 um 16:00 Uhr und bringen das Gerät am ersten Schultag mit.
Das ist ja doch ein nicht unerheblicher Betrag, den ich nun aufwenden muss. Gibt es auf der anderen Seite auch Ersparnisse durch den Einsatz von iPads?
Ja, durch den Einsatz des iPads können wir auf die Anschaffung des CAS-Taschenrechners verzichten, der rund 150,00 € kostet. Weiterhin werden einzelne Bücher nicht oder nur noch als e-Book benötigt, wodurch
mindestens 25,00 € eingespart werden. Schließlich reduziert sich für die iPad-Klassen die jährliche Medienpauschale um insgesamt 30,00 €. Insgesamt ergibt sich so für die Tabletklassen eine Einsparung bei den weiteren Anschaffungen von rund 200,00 €.
Schließlich sollten Sie bedenken, dass Ihnen das Tablet auf Dauer gehört. Falls Sie überlegen, dieses nach dem Schulbesuch zu verkaufen, so hat sich gezeigt, dass iPads besonders wertstabil sind.
Die Anschaffung des iPads stellt trotz der Vorteile für mich eine erhebliche finanzielle Belastung dar - gibt es einen Sozialfonds?
Auf Antrag unterstützt der Förderverein der BBS I die Möglichkeit, sich ein iPad für die Dauer des Schulbesuchs auszuleihen. Diese sind gleichwertig ausgestattet, die Leihgebühr wird bei ca. 10,00 € im Monat liegen. Bitte wenden Sie sich zu diesem Punkt vertrauensvoll an Herrn Helling.
Wird der Unterricht dann nur noch mit dem iPad stattfinden?
Den Umfang bestimmt die jeweilige Lehrkraft nach pädagogischen sowie fachlichen Gesichtspunkten, so wird es immer verschiedene Unterrichtsarten im Schulalltag geben. Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten gibt es in allen Fächern. Gerade im Sinne der Verbesserung der Medienkompetenz ist ein vielfältiger Medieneinsatz verschiedener Medien wünschenswert.
Und wie ist das in den Klassenarbeiten und im Abitur mit dem iPad-Einsatz?
Die Arbeit mit dem Tablet dient zunächst der Vorbereitung von Klassenarbeiten, die weiterhin auf Papier geschrieben werden. Das Tablet wird aber als Hilfsmittel (Taschenrechner, Wörterbuch) eingesetzt werden.
Schreiben die Schülerinnen und Schüler dann denn noch genug?
Wie im „wirklichen Leben“ werden sich das maschinen- und das handschriftliche Schreiben ergänzen – übrigens auch nach individuellen Präferenzen. Z.B. in den sprachlichen Fächern sieht eine häufige Schreibaufgabe so aus, dass die Schülerinnen und Schüler eine E-Mail oder einen Blog-Eintrag verfassen müssen. Hier wären der Einsatz und das Arbeiten mit dem Tablet authentisch und wünschenswert.
Darüber hinaus können mit mit dem zum iPad gehörigen Stift auch handschriftliche Notizen und Texte erstellt und gespeichert werden.
Und die Medienkritik – wie gehen Sie damit um? Wird die Technologie auch ausreichend hinterfragt?
Die Schule bietet die idealen Rahmenbedingungen, um einen kritischen und kompetenten Umgang mit neuen Medien zu erlernen. Zudem wird das Thema auch Unterrichtsgegenstand sein, so bieten wir z.B. spezielle Einheiten zur Datensicherheit, Umgang mit sozialen Medien, Fake-News, u.Ä.
Zudem werden unsere Curricula in allen Fächern modifiziert und auf die Herausforderungen des digitalen Lernens angepasst.
Und wie wird die Kompetenzerreichung der Schülerinnen und Schüler dokumentiert?
Im jeweiligen Zeugnis der Klassen 11 - 13 erfolgt ein Vermerk, dass die Schülerin/der Schüler die Tabletklasse besucht. Am Ende der Klasse 13 erhält der Schüler/die Schülerin ein Portfolio, welches sich an die Kompetenzmatrix des Orientierungsrahmen Medienbildung des Landes Niedersachsen anlehnt und die erreichte Medienkompetenz dokumentiert.
Sie haben oft von dem MDM-System gesprochen, in das die iPads integriert werden. Können Sie dazu noch etwas sagen?
MDM bedeutet Mobile Device Management (Software zur Verwaltung mobiler Geräte) und stellt die zentrale Verwaltung von Mobilgeräten durch einen Administrator - hier die BBS I Lüneburg - sicher.
Warum MDM in der Schule? Im Unterricht mit digitalen Medien ist es erforderlich, dass die Lehrkräfte gezielt Inhalte aller Tablets einsehen und bei Bedarf (z.B. Klassenarbeiten) einschränken können. Durch das MDM werden die iPads mit einheitlichen Apps ausgerüstet und einheitliche Sicherungsrichtlinien der Geräte können gewährleistet werden. Schülerinnen und Schüler werden damit zum zielgerichteten Arbeiten angehalten, die Verlockungen von sozialen Medien, Online-Spiele o.Ä. können so in der Schule (!) gezielt unterbunden werden.�
Durch das Kultusministerium ist vorgegeben, dass iPad-Klassen über ein MDM-System verfügen müssen.

Fragen und Antworten zu VW-bili

Why does BBS I Lüneburg offer bilingual classes in economics?
Im Rahmen der Internationalisierung der Arbeitswelt bietet das Berufliche Gymnasium der BBS I Lüneburg bilingualen, also zweisprachigen Unterricht im Fach Volkswirtschaft an. Hiermit ermöglichen wir unseren SuS einen besseren Einstieg in der globalisierten Arbeitswelt, in welcher Englisch die Verkehrssprache ist. Zudem werden die SuS so besser auf eine universitäre Laufbahn vorbereitet, da dort die Economics Vorlesungen weitestgehend in englischer Sprache gehalten werden.��
Does bilingual mean that we only speak English?
Nein, der Unterricht findet weitestgehend auf Englisch statt, im Verhältnis 2:1(Englisch:Deutsch). Gibt es im bilingualen Unterricht Verständnisprobleme oder ist ein Thema besonders schwierig, kann bzw. wird auf die deutsche Sprache ausgewichen. Sowohl die Klassenarbeiten als auch die Abiturprüfungen werden jedoch in englischer Sprache geprüft und den SuS stehen immer digitale Wörterbücher zur Verfügung.
How are my English skills graded in my bilingual economics class?
Bei der Bewertung von mündlichen und schriftlichen Leistungen steht der Inhalt im Vordergrund. Die englische Sprache wird nicht wie im Englischunterricht zu 60% bewertet. Im bilingualen Unterricht steht nicht der reine Spracherwerb in einer Fremdsprache im Vordergrund, vielmehr sollen die Schülerinnen und Schüler angemessen fachwissenschaftlich fundiert sowohl schriftlich als auch mündlich kommunizieren lernen. Die SuS werden im regulären Unterricht als auch in den Klassenarbeiten sprachlich korrigiert und können so ohne Notendruck und Angst ihre Sprachkompetenzen verbessern.�
Does the content in bilingual economics differ from regular Volkswirtschaft lessons?
Nein, denn thematisch orientiert sich der bilinguale Volkswirtschaftslehreunterricht an den curricularen Vorgaben für die Klasse 11, 12 und 13 des Fachgymnasiums – Wirtschaft.�
What are the special benefits from taking bilingual classes?
Die Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler in der Fremdsprache wird vermehrt gefördert, da bilinguale SuS bei drei Unterrichtstunden in der Fremdsprache Englisch pro Woche automatisch mehr sprechen, lesen oder hören.

Die Förderung der sprachlichen Kompetenzen führt auch zu sekundären Erfolgen wie mehr Flexibilität oder einem erweiterten Wissenshorizont. Darüber hinaus baut der zweisprachige Unterricht Sprachbarrieren ab und vertieft durch die Anwendung z. B. englischsprachiger Zeitungsartikel und Videos auch das Verständnis sowohl der anderen als auch eigenen Kultur (Perspektivenwechsel durch Sprachwechsel).

Is it possible to take my Abitur in my bilingual economics class?
Ja, da Volkswirtschaft ein mögliches Abiturfach ist, wird selbstverständlich auch für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des bilingualen Unterrichts eine schriftliche bilinguale Abiturprüfung (P4) dezentral angeboten. Dies bedeutet, dass die Lehrer die Abiturprüfung selber erstellen und VW bili nicht wie VW regulär durch ein Zentralabitur geprüft wird.�
Do I receive a special certificate for taking a bilingual class in order to pimp my job or university applications?
Ja, am Ende der drei Jahre erhalten die Schülerinnen und Schüler neben ihrem Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme am bilingualen Unterricht. Diese zusätzliche Qualifikation zeichnet die Bewerberin oder den Bewerber weltoffen, engagiert und interessiert aus. Zudem wird die Teilnahme auf dem Zeugnis vermerkt.�
Which qualifications do I need to possess in order do take the bilingual class?
  • Spaß und Interesse an der englischen Sprache
  • Interesse an internationalen politischen Ereignissen
  • Zielstrebigkeit und Motivation
  • Durchhaltevermögen und Fleiß
  • Ein B1 Sprachniveau haben
  • In der Lage sein, einen englischen Fließtext zu verstehen und selbst einen Fließtext zu formulieren
What do our bilingual students say about VW bili?
  • kein Zentralabitur, das Abitur wird dezentral von den VW Bili Lehrern erstellt
  • es verbessert dein Englisches Vokabular, insbesondere das englische Wirtschaftsvokabular hilfreich an der Uni
  • Sprache wird nicht bewertet, nur verständlich muss es sein somit kann man angstfrei sprechen und sich verbessern
  • man lernt alles von vorne bzw. bekommt die Inhalte genau erklärt besseres Verständnis der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge
  • später in der Bewerbung positiv  bessere Chancen, man hebt sich von den anderen Bewerbern als Bili Schüler im Bewerbungsverfahren ab
  • der normale VW Kurs ist inhaltlich „trocken“, in Bili liegt der Schwerpunkt auf dem Hintergrund der internationalen Wirtschaft
  • Abwechslung zu den anderen wirtschaftlichen Fächern
  • nette und kompetente Lehrer, die einem kreativen Unterricht mit viel Abwechslung bieten
  • man hat gefühlt mehr Englischunterricht in der Woche (pro Woche +3 Stunden in denen dein Englisch angewandt und verbessert wird)